Die Besucher erwartet zum 39. Kalkwerk Festival wie gewohnt ein rundes Programm. Heute Abend können sich die Gäste erst einmal auf ein spektakuläres Varieté freuen. Des Weiteren wird die kommenden Tage viel Live Musik geboten, daneben ein tolles Kinderprogramm, eine interessante Kunstausstellung, szenische Lesungen der „Theaterschule im Kalkwerk“ und natürlich der T-Shirt-Druck von Michi Schmitt, wo jeder sein eigenes Festival T-Shirt mit dem Festivalmotiv bedrucken lassen kann.

Kalkwerk Festival: Wir haben das Programm für Euch

Alle Jahre wieder: Das Kalkwerk Festival ist für viele ein fester Termin im Kalender, der bereits Monate im Voraus seinen Eintrag in eben diesem findet. Im einzigartigen Ambiente des Kalkwerks trifft man gerne seine Freunde. Im Kalkwerk haben etwa 40 Bands ihre Proberäume. Ein reger Austausch unter den Musikern gibt jedem Anregungen, Neues zu probieren und sich musikalisch weiterzuentwickeln. Künstler und Kunsthandwerker haben Raum für ihre Arbeiten. Die Theaterschule führt junge Menschen in die Welt des Theaters ein.

Kalkwerk Festival: Was ist das überhaupt für ein Gelände?

Das große Gelände und die Gebäude wurden von der Firma Schaefer Kalk zur Verfügung gestellt. Das Kalkwerk ist ein ehemaliges Industriegelände, wo bis 1975 Kalk abgebaut wurde. Damals wurde die Produktion am Standort Limburg wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten eingestellt. Mit dem von Dr. Doris Schaefer gegründeten Kultur- und Jugendförderkreis wurde das „Alte Kalkwerk“ zur Wirkungsstätte für junge Künstler: unser heutiges Kalkwerk! Instandhalten und ausbauen müssen es die Kalkwerker selbst.

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Der 1. Vorsitzende des Vereins, Uwe Pohl, zeigt sich stolz, „dass dies weitgehend aus eigener Kraft gelingt. Das heißt, wir machen alles selbst, soweit wir das können. Unterstützung aus öffentlichen Mitteln haben wir nie gebraucht. Aber die Unterstützung durch heimische Handwerker und Baufirmen war und ist willkommen. Und dass uns großzügige Spender manchmal helfen, wird dankbar begrüßt.“ Die Instandhaltung des Geländes wird über das Kalkwerk Festival finanziert. Alle Gäste des Festivals unterstützen somit den Kultur- und Jugendförderkreis Diez e. V. beim Erhalt und dem Ausbau des Vereinsgeländes.

Kalkwerk Festival: Buntes, lustiges und spektakuläres Varieté

Ab 20 Uhr heute Abend geht es auf dem Kalkwerk Festival mit dem Varieté los. Einlass für Besucher ist ab 18 Uhr. Dann können sich die Gäste einen begehrten Platz auf der Tribüne suchen. Diese sind meist recht schnell belegt. Die Devise lautet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Das Varieté wird wie jedes Jahr von einem Künstler moderiert. Dieses Jahr übernimmt Alexander Merk diese Aufgabe. Alexander Merk begeistert mit jugendlichem Charme und ist dennoch ein Gentleman-Illusionist alter Schule. Das Publikum ist bei dieser Bühnenshow nicht einfach nur dabei, der Künstler lässt das Publikum zu einem Teil seiner Illusionen werden.

Der Illusionist Alexander Merk führt durch das Varieté-Programm. © Alexander Merk
Der Illusionist Alexander Merk führt durch das Varieté-Programm. © Alexander Merk

Alexander Merk verwandelt Gäste in Gedankenleser und nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in eine surreale Welt. Das bringt zum Lachen, zum Staunen und sorgt für Gesprächsstoff. Als magischer Moderator kombiniert Alexander Merk geschickt mit schneller Zunge und flinken Fingern einzelne Programmpunkte ihrer Veranstaltung. Durch Wortwitz und lockere Moderationen verbindet er einzelne Programmpunkte und sorgt für die erfrischende Vermittlung Ihrer Botschaften.

Kalkwerk Festival: Beeindruckende Hula-Hoop-Künstlerin

Das Varieté wartet wieder mit beeindruckenden Künstlerinnen und Künstlern auf. Heiße Reifen fährt Michele Frances Clark nicht. Aber: Sie dreht sie durch die Luft, lässt sie auf ihren Hüften kreisen, fängt sich am Ende selbst in einem Käfig aus Ringen. Von Haus aus ist die Hula-Hoop-Artistin eigentlich bildende Künstlerin. Das hat sie in Maryland studiert, bevor sie sich dann in China zu einer Zirkuskünstlerin ausbilden ließ. In Europa gelang ihr der Durchbruch beim berühmten Festival du Cirque de Demain in Paris, wo sie gefeiert wurde. Seither sieht man die Frau aus Brooklyn in Fernsehshows und Varietés.

Michele Frances Clark fährt keine heiße Reifen, sondern dreht sie durch die Luft, lässt sie auf ihren Hüften kreisen und fängt sich am Ende selbst in einem Käfig aus Ringen. © Michele Clark
Michele Frances Clark fährt keine heiße Reifen, sondern dreht sie durch die Luft, lässt sie auf ihren Hüften kreisen und fängt sich am Ende selbst in einem Käfig aus Ringen. © Michele Clark

Kalkwerk Festival: Eindrucksvolle Jonglage und Quatsch auf höchstem Niveau

Der Jongleur Pavel Roujilo wird mit seiner Neun-Ball-Cascade das Publikum ebenso mitreißen wie das beim Festival „Circus von Morgen” in Paris. Er hat es richtig drauf. Die Lachmuskeln ordentlich strapazieren, wird Mister George aus Moskau. Seine Kunst hat ihn schon über den ganzen Globus gebracht und die größten Bühnen der Welt sind sein Zuhause. Er singt und tanzt, parodiert, schneidet Grimassen und springt Flicflacs. Sein großer Traum ist die Zauberei, aber irgendwie scheint nichts zu gelingen. Der russische Clown verliert sich in der Tücke des Objektes und treibt Euch vor Lachen die Tränen in die Augen.

Kalkwerk Festival: Dieses Jahr ein ganz besonderer Künstler mit besonderen Fähigkeiten

Eine Human Beatbox: Das gibt es nicht! Ein Novum auf dem diesjährigen Kalkwerk Festival. Robeat gehört zu den talentiertesten Beatboxern weltweit und ist amtierender Europameister. Seit Jahren rockt er die Bühne auf zahlreichen Events und begeistert auch im TV und Kino. Das Ausnahmetalent verschlägt den Zuschauern immer wieder die Sprache. Als „Human Beatbox“ – also nur mit Mikrofon und Stimme ausgestattet – demonstriert er die hohe Kunst der Mundakrobatik. Seinen unverwechselbaren Stil, der sich aus harten Techno-Beats, schnellen Drum & Bass-Rhythmen und sanften Hip-Hop- Klängen zusammensetzt, spickt er geschickt mit Ausflügen in die Gesangs- und Comedy-Welt.

Als One-Man-Show, mit seinem Soloprogramm oder bei Gastauftritten mit renommierten Bands – von Hamburg über München bis Paris – ist Robeat überall unterwegs. Bei TV total, aber auch dem Tigerentenclub oder Kika beweist er seine TV-Qualitäten und unterhält mit seiner Beatboxshow die ganze Nation. Für Robeat wurde von Professor Jürgen Christ die weltweit erste Beatboxsinfonie komponiert und mit der Bayerischen Philharmonie uraufgeführt. Beim Mozartfest in Würzburg konnte er Presse und Publikum solo und mit Orchester zu wahren Begeisterungsstürmen hinreißen. Im Dezember gab er den Ton an, bei der viral mega-erfolgreichen Edeka-Weihnachtskampagne. Robeat begeistert Jung und Alt und hebt Musikalität und Entertainment mit seiner Show auf ein neues Level.

Robeat begeistert Jung und Alt und hebt Musikalität und Entertainment mit seiner Show auf ein neues Level. © Robeat
Robeat begeistert Jung und Alt und hebt Musikalität und Entertainment mit seiner Show auf ein neues Level. © Robeat

Kalkwerk Festival: Nach dem Varieté etwas Reggae und Afrofunk gefällig?

Ab 23 Uhr können die Besucher den Abend bei gutem Reggae, Afrofunk und Latin ausklingen lassen. Die Band Wakkamole versteht sich als Musikerkollektiv, welches durch ihre Songs und Leidenschaft die entstehenden Energien in einer einzigartigen Show auf alle überträgt, die sich von tanzbaren Rhythmen gepaart mit eingängigen Melodien hinreißen lassen, während die Grenzen zwischen Bühne und Tanzfläche zu einer einzigen großen Party verschwimmen. Die Band selbst sagt: „We are a collective of musicians grew up by the Jamsessiona at Club Habibi Diez. We play all this funky stuff you will dance with and shake around.” Durchaus zu empfehlen!

Die Band Wakkamole versteht sich als Musikerkollektiv, welches durch ihre Songs und Leidenschaft die entstehenden Energien in einer einzigartigen Show auf alle überträgt. © Wakkamole
Die Band Wakkamole versteht sich als Musikerkollektiv, welches durch ihre Songs und Leidenschaft die entstehenden Energien in einer einzigartigen Show auf alle überträgt. © Wakkamole

Kalkwerk Festival: Samstag startet das Programm ziemlich rockig

Am Samstag geht es um 13 Uhr mit Melodic Punkrock und Postrock los. Und das verdammt gut! Stay Focused sind wie eine gute Pizza! Teig und Soße sind immer dieselben, aber jeder kann seinen Lieblingsbelag selbst aussuchen. Verfügbare Zutaten: Alternative, Melodic Punk, Emo, Post-Hardcore, Alternative Metal, Post-Rock, Indie Rock.

Stay Focused spielen auf dem 39. Kalkwerk Festival samstags um 13 Uhr! © Stay Focused
Stay Focused: Melodic Punkrock und Postrock aus dem Kalk! © Stay Focused

Um 14 Uhr geht es rockig weiter: M.I.N.D mit ehrlich handgemachtem Rock. Musik mit Emotion und Melodie, dazu Texte mit Verstand und Seele. Zu den verschiedenartigen Stimmungen kommen dann auch sehr unterschiedlich klingende Songs heraus. Mal kräftig, mal Ballade – dynamisch und authentisch. Kaum zu schaffen, hier nicht mit zu wippen oder abtanzen zu wollen.

M.I.N.D macht handfesten, handgemachtem Rock. © M.I.N.D
M.I.N.D macht handfesten, handgemachtem Rock. © M.I.N.D

Ab 15 Uhr wird es dann etwas härter! Cruel Division werden die Bühne mit ihrem Metallic Hardcore rocken. Laut, brachial und metallisch, das sind Cruel Division. Hinter dem Namen steht eine 2015 gegründete fünfköpfige Metallic Hardcore Band aus Limburg. Inspiriert von Crust und Black Metal, kreiert die Band einen wuchtigen Sound zwischen sludgigem Groove, Raserei und Atmosphäre. Neben persönlichen Zerwürfnissen, werden in den Texten Gesellschaftskritik, Politik und Psyche behandelt.

Laut, brachial und metallisch, das sind Cruel Division. © Cruel Division
Laut, brachial und metallisch! Das sind Cruel Division. © Cruel Division

Kalkwerk Festival: Neo Trip Hop, der die Herzen erwärmt

17 Uhr geht es weiter mit Electric Evergreens und Neo-Trip-Hop. Strictly Mint versammeln neben eigenen Songs ausgewählte Vintage-Klassiker wie „I Put A Spell On You“, „Ain’t No Sunshine“, „Whatever Lola Wants“ oder eben „Don’t Let Me Be Misunderstood“. Um eins ganz sicher nicht zu suchen, eine Kopie. Hier kokettiert nichts mit den Blueprints, aber mit den ungeahnten Möglichkeiten, große Songs umzukrempeln. Ein ums andere Mal fällt die frisch wie zugleich Patina behaftete Soundfarbe auf, die dem Projekt samt Yvis präsent wohliger Stimmlagen eine nachhaltige Grundierung gibt. Beim Interpretieren wie bei den eigenen Originalen, die je eigene Symbiosen eingehen.

Strictly Mint versammeln neben eigenen Songs ausgewählte Vintage-Klassiker. © Strictly Mint
Strictly Mint versammeln neben eigenen Songs ausgewählte Vintage-Klassiker. © Strictly Mint

Das Kalkwerk-Urgestein spielt dann ab 16 Uhr: Paris sind dieses Jahr zurück auf der Festival-Bühne. Die Kalkwerker freuen sich sehr auf Paris, und die Rocker freuen sich immens auf die Festival-Besucher. Um 18 Uhr geht es weiter mit Metalcore! Kaocide, die Band, die 2009 auf dem Dachboden der Großmutter eines Bandenmitgliedes gegründet wurde. Bei Kaffee und Kuchen wurde dabei der Grundstein für drei EPs, mehrere Musikvideo-Produktionen und eine Vielzahl an Auftritten mit Szene-Größen wie „Caliban“, „As They Burn“ und „Born from Pain“ gelegt. Im Jahr 2019 feiert die Band nicht nur 10-jähriges Bestehen, sondern auch die Veröffentlichung der dritten EP „Colorblind!“.

Rockig geht es auch um 19 Uhr weiter: Boiler sind wieder am Start und dies im ganz wörtlichen Sinn. Nachdem in 2018 eine Umbesetzung erfolgt ist, ist die Band wieder in der Spur und geht gestärkt aus diesem Umbruch hervor. Boiler zeigt sich nicht in neuem Gewand, sondern in einem besseren! Es wird wieder herzhaft und humorvoll gerockt, viel gute Laune breitet sich aus, Songs werden neu interpretiert. 2019 wird ein super Jahr. Boiler freut sich auf das Kalkwerk Festival und Euch!

Bei Boiler wird wieder herzhaft und humorvoll gerockt, viel gute Laune breitet sich aus, Songs werden neu interpretiert. © Boiler
Bei Boiler wird wieder herzhaft und humorvoll gerockt, viel gute Laune breitet sich aus, Songs werden neu interpretiert.

Kalkwerk Festival: Bloodspot läutet die Primetime ein

Um 20 Uhr Metal par excellence! Bloodspot: Man darf davon ausgehen, dass eine Band, die über 12 Jahre hinweg im Underground aktiv ist, ihre Musik mit absoluter Hingabe lebt. Der Weg aus der Provinz auf nationale und internationale Bühnen, durch hunderte kleiner und dreckiger Clubs, ist für die Band ein Weg, der stets mit harter und intensiver Arbeit verbunden ist. Unnötiger Schnick Schnack, Szene und Image waren dabei schon immer weitestgehend unbedeutend. Brutalität, Groove, Abgrund und Liebe dagegen absolut maßgeblich.

BLOODSPOT machen harten, energiegeladenen Metal. „Unser Sound entsteht aus der Zusammenkunft der unterschiedlichen Erfahrungen und Vorlieben, die jeder Einzelne von uns in die Band hineinträgt“, sagt Howdie über die Entstehung ihrer Songs. © BLOODSPOT
Bloodspot: Man darf davon ausgehen, dass eine Band, die über 12 Jahre hinweg im Underground aktiv ist, ihre Musik mit absoluter Hingabe lebt. © BLOODSPOT

Vor dem Top Act um 21 Uhr spielen die Electropopper und Synthie Rock ’n‘ Roller GirlPolice. Electroclash für Skinny Minnies, Disco-Pogo für Punks in Pumps! Als Elektro-Duo bringen GirlPolice einen Mix aus 80s Synthie-Pop und Darkwave Rock ’n‘ Roll!

GirlPolice: Electroclash für Skinny Minnies, Disco-Pogo für Punks in Pumps! © GirlPolice
GirlPolice: Electroclash für Skinny Minnies, Disco-Pogo für Punks in Pumps! © GirlPolice

Kalkwerk Festival: Dieses Jahr wieder ein Hammer-Top Act auf der Bühne

Berlin Boom Orchestra steht für urbanen Reggae jenseits des gängigen Klischees vom tiefenentspannten Feel-Good-Gedudel. © Berlin Boom Orchestra
Berlin Boom Orchestra steht für urbanen Reggae jenseits des gängigen Klischees vom tiefenentspannten Feel-Good-Gedudel. © Berlin Boom Orchestra

Und zwar das Berlin Boom Orchestra ab 22:30 Uhr! Feinster deutscher Reggae aus der Hauptstadt. Berlin Boom Orchestra steht für urbanen Reggae jenseits des gängigen Klischees vom tiefenentspannten Feel-Good-Gedudel. Direkt aus den dreckigen Clubs der Hauptstadt trifft Mittelfinger-Attitüde auf Lovers Rock, Pro-Homo auf knallharten Dancehall, beißende Kritik auf verkifften Dub und karibische Vibes auf Berliner Schnauze. Berlin Boom Orchestra sind Reggae-Punks.

Mit ihrem dritten Album “Kopf, Stein, Pflaster” und einem fetten Bläsersatz macht die Band alle glücklich, die musikalische Ansprüche stellen. Die neunköpfige Band rund um Sänger & Rub-A-Dub MC Filou pflegt seit zehn Jahren einen rotzigen Ton, der das Fähnchen ganz und gar nicht in den Wind hängt, das Publikum aber trotzdem zum Einsteigen einlädt. „Wer haut dem Volk aufs Maul?“ fragt die Band in Zeiten besorgter Anti-Bürger in Orient und Okzident und lädt zum anti-völkischen Volksfest. Eine kommunikative Leistung, die entweder das Potential zum Movement-Soundtrack hat, oder die Band auf den Scheiterhaufen bringen wird. Vielleicht auch beides.

Kalkwerk Festival: Grunge läutet den Sonntag ein

Am Sonntag startet das Musik-Programm um 13 Uhr mit den Jungs von Far Beneath. Sie machen Grunge, Pop und Punk. Mit rohen Riffs, knarzigem Bass und treibenden Drums verbinden Far Beneath verträumten Sound mit grooviger Härte. Seit drei Jahren spielen die Vier in dieser Konstellation mit dem Grunge Sound der Neunziger, Punk, Pop und Core. Kommt vorbei und schwelgt mit ihnen in fröhlicher Melancholie!

Sie machen Grunge, Pop und Punk. Mit rohen Riffs, knarzigem Bass und treibenden Drums verbinden Far Beneath verträumten Sound mit grooviger Härte. © Far Beneath
Sie machen Grunge, Pop und Punk. Mit rohen Riffs, knarzigem Bass und treibenden Drums verbinden Far Beneath verträumten Sound mit grooviger Härte. © Far Beneath

Ab 14 Uhr dann klassischer Punk von Raemones. Hey Ho Let’s Go: Das sind die Raemones, die Ramones Tribute-Band aus dem Kalkwerk. Mit ihrer schweißtreibenden Liveshow nehmen sie Euch mit auf eine Zeitreise in die Blütezeit des NY-Punk der Siebzigerjahre. Damals als Joey, Dee, Johnny und Tommy Ramone das CBGB’s, das Rainbow und die Offenbacher Stadthalle zum Kochen brachten.

Hey Ho Let’s Go: Das sind die Raemones, die Ramones Tribute-Band aus dem Kalkwerk. © Raemones
Hey Ho Let’s Go: Das sind die Raemones, die Ramones Tribute-Band aus dem Kalkwerk. © Raemones

In der Richtung geht es auch um 15 Uhr weiter. Drunken Perspective machen Punkrock. Sie sind die Newcomer-Band, die sich aber genauso rotzig, dreckig und laut anhört wie man es schon immer von Punk Rock gewohnt war. Wer Musik über lebensnahe Themen, gepaart mit schnellen Drums, lauten Riffs, begleitet von Bass und einer engelsgleichen Stimme mag ist bei Drunken Perspective genau richtig.

Drunken Perspective machen Punkrock. Sie sind die Newcomer-Band, die sich aber genauso rotzig, dreckig und laut anhört wie man es schon immer von Punk Rock gewohnt war. © Drunken Perspective
Drunken Perspective machen Punkrock. Sie sind die Newcomer-Band, die sich aber genauso rotzig, dreckig und laut anhört, wie man es schon immer von Punk Rock gewohnt war. © Drunken Perspective

Kalkwerk Festival: Mit Stoner und Alternative in die frühen Abendstunden

Chillig geht es um 16 Uhr mit Eve’s Temptation weiter. Die Singer-Songwriter sind zu dritt. Oli, Raphael und Judith sind minimalistische Musikmacher, die ihrem Sound stets treu bleiben. Gitarre, Cajon und Gesang – manchmal braucht es nicht mehr als das, um durchs Ohr direkt ins Herz oder in die Füße zu gehen. Mitsingen, mitwippen, mitchillen – alles ausdrücklich erwünscht!

Oli, Raphael und Judith sind minimalistische Musikmacher, die ihrem Sound stets treu bleiben: Eve’s Temptation. © Peter Kunz
Oli, Raphael und Judith sind minimalistische Musikmacher, die ihrem Sound stets treu bleiben: Eve’s Temptation. © Peter Kunz

Die noch junge Band Indicate spielen um 17 Uhr auf dem diesjährigen Festival. Bei den Hardrockern ist es gerade mal zwei Jahre her, dass sich vier Musiker zusammengefunden haben, um ihre unterschiedlichen musikalischen Backgrounds zu einer Mischung aus Alternativ- und Stoner-Rock zu verschmelzen. Die Lyrics stammen vorwiegend aus der Feder der bandeigenen Queen und Sängerin Corina, die ihre Mannen Stephan, Jan und Christian stets dazu animiert, ihre Texte mit eingängigen Riffs und einem treibenden Fundament zu unterlegen.

Indicate lassen ihre unterschiedlichen musikalischen Backgrounds zu einer Mischung aus Alternativ- und Stoner-Rock zu verschmelzen. © Indicate
Indicate lassen ihre unterschiedlichen musikalischen Backgrounds zu einer Mischung aus Alternativ- und Stoner-Rock zu verschmelzen. © Indicate

Auch dieses Jahr gibt es wieder Rap aus dem Kalkwerk. Wie bereits vergangenes Festival werden PolyOne und Ernst Zwo um 18 Uhr gemeinsam auf der Bühne stehen. Texte fernab von Kopien, gesellschaftskritisch und authentisch. Stets geradeaus, mit Druck und Dynamik, hart aber herzlich. Nachdem sich PolyOne & Ernst Zwo 2017 wiedervereinten, entstand das im Mai 2019 erscheinende Soloalbum „Der Ernstgeborene“, welches gleichzeitig das Debütalbum von Ernst Zwo darstellt. Durch viele Jahre Erfahrung, begeistern sie die Massen mit ihrer einzigartigen Performance und wissen genau, was das Publikum braucht.

Texte fernab von Kopien, gesellschaftskritisch und authentisch: das sind PolyOne & Ernst Zwo. © PolyOne & Ernst Zwo
Texte fernab von Kopien, gesellschaftskritisch und authentisch: das sind PolyOne & Ernst Zwo. © PolyOne & Ernst Zwo

Ab 19 Uhr geht es wieder schwerer auf der Bühne zu. Heavy Metal von Deceiver: Harte, melodisch verspielte Gitarren. Der charakteristische, kraftvolle Gesang und energiegeladene Drum-Grooves. Dass alles erinnert an die wilden Zeiten der Achtzigerjahre, in denen Metal die Welt eroberte. Und genau dort setzen die Jungs von Deceiver an! In Zeiten von Auto-Tune und Konserveninstrumenten liefert das Quintett die rifforientierte Härte der Achtziger mit all den Ecken und Kanten, die heutzutage leider nur viel zu gerne glattgebügelt werden!

Heavy Metal von Deceiver: Harte, melodisch verspielte Gitarren. © Deceiver
Heavy Metal von Deceiver: Harte, melodisch verspielte Gitarren. © Deceiver

Kalkwerk Festival: Deutschsprachiger Indierock von alten Hasen

Nicht unbekannt sind die vier Musiker von „4 Zimmer Küche Bad“, die ab 20 Uhr auf der Bühne stehen werden. 4 Zimmer Küche Bad stehen für eine energiegeladene Mischung aus Indie, Rock, Pop und Punk mit deutschen sozialkritischen Texten. Dabei geben sich Singalong-Refrains und tanzbare

4 Zimmer Küche Bad stehen für eine energiegeladene Mischung aus Indie, Rock, Pop und Punk mit deutschen sozialkritischen Texten. © 4-Zimmer Küche Bad
4 Zimmer Küche Bad stehen für eine energiegeladene Mischung aus Indie, Rock, Pop und Punk mit deutschen sozialkritischen Texten. © 4-Zimmer Küche Bad

Rhythmen die Klinke in die Hand. Die Limburger Rock WG besteht seit Anfang 2017 und hat in kürzester Zeit die Herzen der Fans erobert. Trotz junger Bandgeschichte besteht die Band aus alten Hasen, die unter Umständen bekannt sein können aus Bands wie „Elfmorgen“, „Conmoto“, „Raketenklee“ oder „Red Flag“.

Schnell, rasant elektronisch wird es dann ab 21 Uhr. Dafür sorgen die Rave- und Elektropunker von Strobocop. Schneller Electro-Punk mit viel Bassgeballer, neuen Songs und Vorfreude auf das Kalk. 2017 erschien die erste Platte Futurismus Maximus über „endigital“ und viele Konzerte dazu.

Strobocop: Schneller Electro-Punk mit viel Bassgeballer, neuen Songs und Vorfreude auf das Kalk. © Strobocop
Strobocop: Schneller Electro-Punk mit viel Bassgeballer, neuen Songs und Vorfreude auf das Kalk. © Strobocop

Kalkwerk Festival: Dieses Jahr mal wieder ein Top Act aus Südamerika

Ihr Sound ist authentisch und wiedererkennbar, ein Mix aus lateinamerikanischer Folklore, jamaikanischen Rhythmen, Punk-Attitüde und den elektronischen Spielzeugen eines Soundsystems; das ist Che Sudaka! © Che Sudaka
Ihr Sound ist authentisch und wiedererkennbar, ein Mix aus lateinamerikanischer Folklore, jamaikanischen Rhythmen, Punk-Attitüde und den elektronischen Spielzeugen eines Soundsystems; das ist Che Sudaka! © Che Sudaka

Um 22:30 Uhr steht dann wieder, wie am Abend zuvor, eine ganz besondere Band auf der Bühne des Kalkwerks. Die kolumbianisch-argentinische Band Che Sudaka wurde im Jahr 2002 in der mediterranen Hafenstadt Barcelona gegründet und ist seither ohne Unterbrechung rund um den Globus auf Tour. Ihr Sound ist authentisch und wiedererkennbar, ein Mix aus lateinamerikanischer Folklore, jamaikanischen Rhythmen, Punk-Attitüde und den elektronischen Spielzeugen eines Soundsystems. Vier Brüder, die mit Akkordeon, akustischen und elektrischen Gitarren, Sampler und Drum-Computer sowie einer unerschöpflichen positiven Energie die Zeit anhalten.

Jedes Konzert ist eine schweißtreibende Fiesta im Hier und Jetzt, ein Moment der Einheit und Gemeinsamkeit, Respekt und Liebe. Dafür steht Che Sudaka. Dafür wird die Band weltweit geliebt. Die einstmals illegalen Immigranten in den Straßen Barcelonas wurden schon auf Festivals in siebenundvierzig Ländern eingeladen und haben mittlerweile rund anderthalbtausend Konzerte auf allen fünf Kontinenten gespielt. Ihre musikalischen Wurzeln finden die vier Südamerikaner neben ihrer eigenen Cultura Popular in legendären Bands wie The Clash, Mano Negra oder Los Fabulosos Cadillacs. Inhaltliche Bezugspunkte finden sich zu bekannten lateinamerikanischen Liedermachern, allen voran Facundo Cabral.

Kalkwerk Festival: Ein bekanntes, dennoch immer wieder schönes Rahmenprogramm

In der Ausstellungshalle ist dieses Jahr eine Ausstellung von Fox Art. Lasst Euch von den Bildern inspirieren. Schaut auf jeden Fall mal rein. Wie jedes Jahr können Festivalbesucher ein T-Shirt mit dem Festivalmotiv des diesjährigen Kalkwerk Festivals erstehen. Michi Schmitt bedruckt diese im Siebdruckverfahren. Samstag und Sonntag jeweils ab 17 Uhr werden T-Shirts in der Werkstatt auf der Gebäuderückseite der Open Air Bühne mit dem aktuellen Kalkwerkfestival-Motiv bedruckt. Eigene T-Shirts können mitgebracht werden.

Kalkwerk Festival: Wie immer auch tolle Aktion für die Kids

Auch dieses Jahr sorgt Playground jeweils samstags und sonntags ab 15 Uhr für ausreichend Programm und Spielmöglichkeiten für die jüngsten unter den Besuchern des Kalkwerk Festivals. Flower-Sticks und Poi: was ist denn das? Hula-hoopen, barfuß hüpfen, chillen und jonglieren, in Hängematten abhängen, lustig geschminkt trommeln, mit dem Springseil Lego Türme bauen, Diabolo schleudern, schaukeln, malen und Autos in den Matsch buddeln oder mit Puppen spielen. Lass das Kind raus – oder bring es mit! In unsere Playground Area auf dem diesjährigen Kalkwerk Festival.

Ja, wir sind wieder da! Und bringen auch den lustigsten Clown – Herrn von Bauch mit. Er bezaubert die großen und kleinen Gäste mit seiner komischen, interaktiven Bühnenshow und bringt jeden zum Lachen und zum Staunen. Alle sollen kräftig mitsingen, wenn unsere Musik Conni ihre Kindergarten Hits zum Mitmachen auf der Gitarre begleitet. Geschminkt werden die Kids mit Tiergesichter, bunte Farben und Formen. Es wird gemäß den Wünschen der Kinder geschminkt, selbstverständlich mit wasserlöslicher, gut verträglicher Hautschminkfarbe.

Die Theaterschule im Kalkwerk hat für die Besucher auch dieses Festival etwas vorbereitet. Seit Jahren schreiben die Theaterschüler eigene Stücke, im September hat schon wieder das Nächste Premiere. Also wühlen wir in unseren Schränken und holen noch mal ein altes Juwel hervor: DAS AFFENTHEATER, als Szenische Lesung im Silo, Samstag und Sonntag jeweils um 17 Uhr. Es zu verpassen gehört zu den Dingen, die man ein Leben lang bereuen wir. 😉

(lm)

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